Presse
Mit viel Erfahrung assistieren und begleiten wir im LWL-Wohnverbund Kreis Steinfurt Menschen mit den unterschiedlichsten kognitiven Einschränkungen und psychischen- und/oder Abhängigkeitserkrankungen. Dabei ist es uns wichtig, dass auch in den Medien respektvoll und mit hoher Qualität über Menschen mit Einschränkungen berichtet wird.
Wir wünschen uns eine objektive und sachliche Berichterstattung. Wenn Sie Fragen dazu haben oder über unsere Veranstaltungen und Angebote berichten wollen, kontaktieren Sie gerne unsere Unternehmenskommunikation.
Anti-Stigma-Arbeit
Ein Großteil der Bevölkerung empfindet Menschen mit einer psychischen Erkrankung, kognitiven Einschränkung oder Abhängigkeitserkrankung auch in unserer aufgeklärten Gesellschaft immer noch als „unwert“, bezeichnet sie als „selbst schuld“ an ihrer Situation oder empfindet sie gar bedrohlich. Einrichtungen der Eingliederungshilfe oder psychiatrische Angebote werden häufig noch als abgeschlossene Orte mit vergitterten Fenstern und verschlossenen Türen wahrgenommen, in denen Menschen ruhiggestellt und sich selbst überlassen werden.
Die Wirklichkeit sieht ganz anders aus. Eine psychische oder Abhängigkeitserkrankung – ebenso wie eine kognitive Einschränkung – kann jeden Menschen treffen. Deshalb ist es wichtig, über psychische Gesundheit, Unterstützungsangebote und das Leben in unseren Quartieren zu informieren – und auch über die Perspektiven, Wünsche und Gefühle der Leistungsberechtigten sowie ihrer Angehörigen.
Dazu tragen wir unter anderem bei, indem wir unsere Einrichtungen nach außen öffnen und regelmäßig Veranstaltungen zu kulturellen, gesellschaftlichen oder gesundheitlichen Themen anbieten. So fördern wir Begegnungen, bauen Vorurteile ab und schaffen mehr Verständnis füreinander.
Bewusste Sprache
Ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Anti-Stigma-Arbeit ist die bewusste Sprache. Sprache ist für uns nämlich ein wesentliches Instrument, um Haltungen sichtbar zu machen und Diskriminierung entgegenzuwirken. So bezeichnen wir unsere Wohnhäuser und Einrichtungen nicht mehr als Heime, Wohnstätten oder Anstalten, sondern sprechen stattdessen von Quartieren. Der Begriff Quartier ist nicht nur frei von negativ konnotierten Zuschreibungen, sondern betont auch die Einbindung in den Sozialraum und das Leben mitten in der Gesellschaft. Er steht für eine wohnortnahe, selbstbestimmte und sozial integrierte Lebensführung – und damit für echte Teilhabe am gesellschaftlichen Leben.
Ebenso sprechen wir nicht von Behinderten, sondern von Menschen mit Beeinträchtigung. Noch besser finden wir die Formulierung Menschen mit Einschränkung, da sie die Person in den Mittelpunkt stellt und nicht die Beeinträchtigung.
Auch die Bezeichnung der Menschen, die bei uns wohnen und Unterstützung erhalten, hat sich gewandelt. Früher nutzte man die Begriffe "Insassen in Heilanstalten" oder Patienten, später Bewohner:innen, dann Nutzer:innen. Heute – gemäß den Vorgaben des LWL und im Sinne der UN-Behindertenrechtskonvention (UN-BRK) – sprechen wir von Leistungsberechtigten bzw. leistungsberechtigten Personen. Damit rücken wir die Rechte und Ansprüche der Menschen in den Vordergrund; wir betonen heute Teilhabe und Selbstbestimmung im Gegensatz zu Fürsorge und Abhängigkeit.
Soziale Medien
Der LWL-Wohnverbund Kreis Steinfurt setzt neben vielen anderen Wegen auch auf die Kommunikation über Soziale Medien. Sie können uns dort auf mehreren Plattformen der LWL-Klinik Lengerich erreichen. Wir legen dabei genauso wie im direkten Gespräch Wert auf ein offenes und wertschätzendes Miteinander.
Wichtig: Aus Datenschutzgründen dürfen wir in den Sozialen Medien weder Namen von Leistungsberechtigten oder Mitarbeitenden nennen noch einzelne konkrete Situationen offen besprechen.
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